AS 355

AS355 im EinsatzDie Geschichte der französischen AS 355 in der Luftrettung Österreichs geht zurück ins Jahr 1983, als der ÖAMTC die ersten beiden Luftrettungsstationen in Innsbruck (Christophorus 1) und Krems (Christophorus 2) eröffnete. Lange Jahre war die AS 355 (zusammen mit dem Schwesternmodell AS 350) das Standardmuster der Luftrettung in Österreich.
Die zweimotorigen AS 355 wurden später im Osten Österreichs eingesetzt (mehr Sicherheit durch 2 Triebwerke über bebautem Gebiet), die einmotorigen AS 350 im Bergland im Westen Österreichs (bessere Leistung der einmotorigen Maschinen im Gebirge).

Ab 1998 setzte sich auch in Österreich die EC 135 als Standardmuster in der Luftrettung durch und verdrängte nach und nach die AS 355. Die letzte Maschine, (OE-FXA) flog noch bis Oktober 2002 in Suben als Christophorus Europa 3. Nach einem Werkstattaufenthalt in Innsbruck im Sommer 2003 kam es während des Fluges zu technischen Problemen, welche eine Notlandung zwingend erforderlich machte. Dabei wurde die Maschine schwer beschädigt (Personen kamen nicht zu Schaden).

Da ein technischer Wiederaufbau wirtschaftlich nicht mehr lohnte, wurde der Hubschrauber in die Bundesfachschule für Flugtechnik in Langenlebarn gebracht und dort mit Unterstützung durch die Firmen Heli Air und Eurocopter optisch wieder aufgebaut. Sie steht heute im Technischen Museum in Wien als erster Notarzthubschrauber Österreichs.

Technische Daten:

  • Triebwerk: 2 x Allison C20
  • Leistung: 2 x ca. 425 PS
  • max. Reichweite: ca. 500 km
  • max. Geschwindigkeit: ca. 280 km/h
  • zulässiges Gesamtgewicht: 2.540 kg
  • Rotordurchmesser: 10,70 m

Quelle: Crew Stand: 17.03.08